Regie
Jean Eustache
Frankreich / 1966
47 Min.
/ DCP
/ OmdU
Originalsprache
Französisch
Der Mittelteil von Jean Eustaches autobiografischer Trilogie – gebildet zusammen mit LA MAMAN ET LA PUTAIN und MES PETITES AMOUREUSES – setzt sich in einer Mischung aus Komik und Melancholie aus einer Aneinanderreihung von Alltagsfragmenten in der französischen Provinz zusammen: Der arbeitslose Jugendliche Daniel (Jean-Pierre Léaud) möchte sich einen modischen Dufflecoat für den Winter kaufen, wofür ihm jedoch das Geld fehlt. Durch einen Job als Weihnachtsmann, mit dem sich Passant*innen vor dem Kaufhaus fotografieren lassen können, rücken nicht nur der Kauf des Mantels, sondern auch erstmals die Mädchen in greifbare Nähe. Für ein Foto lassen sich alle bereitwillig vom Weihnachtsmann umarmen. (hjf)
Regie
Jean Eustache
Frankreich / 1963
42 Min.
/ DCP
/ OmdU
Originalsprache
Französisch
Zwei junge Männer sprechen eine junge Frau an, die auf dem Weg zur Verabredung mit einer Freundin in einem Tanzlokal ist. Die beiden begleiten sie, im Lokal stellt sich allerdings schnell heraus, dass sie nicht tanzen können oder zu genant sind, woraufhin die Frau mehrmals mit einem älteren Herrn tanzt, der sie unablässig auffordert. Enttäuscht und beleidigt beschließen die Freunde, sich zu rächen. Eustaches Debüt ist von den frühen Filmen der Nouvelle Vague inspiriert, bewegt sich jedoch in einem proletarischen Milieu. Der auf 16 mm und mit Laiendarsteller*innen in den Straßen von Paris gedrehte Film beeindruckt durch seine Direktheit und Frische. Die unterlegte Akkordeon-Musik, die Komik des Tanzlokal-Besuchs und der freche Ton machen ihn zum heitersten Film, den Eustache gedreht hat. (hjf)
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